Displays

Panoramablick

Platz ist Luxus, ob rund ums Haus, im Automobil oder auf dem Bildschirm. Doch Widescreen-Monitore mit 22 oder 24 Zoll Bilddiagonale sind mehr als nur ein Statussymbol. Mit ihrer großen Oberfläche erleichtern sie auch das Arbeiten.

Auf der üppigen Anzeigefläche von Monitoren mit 22 oder gar 24 Zoll Bildschirmdiagonale können mehrseitige Dokumente, komplexe Kalkulationstabellen oder große Konstruktionselemente angezeigt werden, und damit das Arbeiten erleichtern und beschleunigen.

Größenfrage:

22 oder 24?

Die Frage, ob man denn nun einen Monitor mit 22 oder 24 Zoll Bildschirmdiagonale kaufen soll, ist nicht trivial. Der Unterschied ist auf den erstenblick nicht allzu groß. Doch die mehr als 50 Zentimeter breiten 24 Zoll Geräte bieten mit 1.920 x 1.200 Bildpunkten bereits die Auflösung der 26 und 28 Zoll Boliden. Die 22er müssen sich dagegen in der Regel mit 1680 x 10.50 Pixeln begnügen. Die höhere Auflösung der größeren Displays ist hier noch sehr selten u bekommen, etwa beim Iiyama Prolite E 2208HDS.

Typenfrage:

TN oder VA?

Die zweite Frage, die vor dem Kauf grundsätzlich geklärt werden sollte, ist die nach dem Typ des verbauten Panels. Prinzipiell besteht die Wahl zwischen zwei verschiedenen Technologien: Twisted Nematic (TN) und Vertical Alignment (VA).

TN-Panels gelten als schnell im Bildaufbau und sind daher besonders für Multimediaanwendungen geeignet. Außerdem lassen sie sich günstiger herstellen als VA-Panels. Größtes Manko ist der begrenzte Einblickwinkel. Von oben oder Seiten sind deutliche Farbänderungen, Kontrast- und Helligkeitsunterschiede wahrnehmbar. VA-Panels sind da deutlich stabiler. Sie sind die neuste Ausbaustufe der bekannten TFT-(Thin Film Transistor)Technologie. Das heißt, zwischen den Glassubstraten liegt ein dünner Transistorfilm, der jedes der 1920 x 1.200 Pixel bei einem 24-Zoll-Display mit drei eigenen, sozusagen exklusiven Transistoren für die Grundfarben schaltet - macht insgesamt fast 7 Millionen Transistoren. Ihr Manko gegenüber TN-Panels liegt in der vergleichsweise langsamen Reaktionszeit. Die Hersteller versuchen dies durch sogenannte Overdrife-Technologie wettzumachen, bei der kurzfristig der jeweilige Bildpunkt mehr Spannung erhält, als er eigentlich braucht. Damit soll sein Aufleuchten beschleunigt werden. Trotzdem neigen VA-Monitore bei schnellen Bewegbildwechseln immer noch zu Schlierenbildungen oder verwaschen Kanten. Für normale Büroanwendungen spielt dieser Aspekt aber keine Rolle.

Hintergrundfrage:

CCFL oder LED?

Für die Darstellungsquallität ist neben dem Panel aber noch eine ganze Reihe weiterer Bildschirm-Komponenten zuständig. So besitzen alle Geräte eine Hintergrundbeleuchtung. Und da gibt es deutlich wahrnehmbare Unterschiede, je nachdem, ob dafür Kaltkathodenröhren CCFL) oder LEDs eingesetzt werden. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist dabei der Farbraum, den die Monitore darstellen können. Insbesondere Rot- und Grüntöne profitieren von einem erweiterten Farbraum dadurch sattere, brilliantere Farben. CCFL erreichen dies durch das sogenannte Wide Color Gamut (WCG), eine Kombination von speziellen CCFLs und Farbfiltern.

Unterschied gibt es auch bei Monitoren mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Während üblicherweise sogenannte Pseudo-White LEDs zum Einsatz kommen, besitzen Modelle wie der Samsung XL 24 RGB-Dioden, also rote, grüne blaue LEDs, die für besonders natürliche Farben sorgen. Als probates Mittel, die Bildqualität zu prüfen, gilt der Test mit Hauttönen. Wirken sie rot- oder grünstichig, dann ist es mit der Farbechtheit nicht weit her.

Formatfrage:

16:10 - 16.9 - 4:3?

Ein Widescreen-Monitor stellt den Bildschirminhalt im Verhältnis 16:10 dar. Das kann zum Problem werden, wenn er als Anzeigegerät für Videos dient. Den Filme werden im HD-Format von 16:9 (als 720p oder 1080i/p) angeliefert. Der Monitor muss sie also skalieren, sprich auf die Auflösung des Displays umrechnen. Und die Qualität der Scaler ist breit gestreut. Ein ähnliches Problem steht sich dann, wenn der Monitor zum Spielen benutzt wird. Wenn hier die Darstellung des 4:3-Formats auf einen 16:10-Bildschirm erfolgen soll, ist die Darstellung in der Breite verzerrt. Abhilfe kann nur die Einstellung auf schwarzen Balken links und rechts schaffen, sofern der Monitor diese Interpolation beherrscht. Spieler sollten darauf beim Kauf achten.

Anschlussfrage:

analog oder digital?

Der gute alte VGA-Eingang findet sich immer noch an fast allen Modellen. State of the art ist er allerdings nicht mehr. Wenn es der PC oder das Notebook gestattet, sollte man den Monitor digital anschließen. Dazu besitzen fast alle Displays entsprechende Schnittstellen wie HDMI oder DVI. Keine Angst, in Sachen digitale Verbindung gibt es keinen Systemstreit. HDMI und DVI sind vielmehr engverwand und benutzen auch kompatible Buchsen und Stecker. DVI steht für Digital Video Interface. Aus dieser Bezeichnung lässt sich schließen, dass DVI ausschließlich für Bilddaten zuständig ist. HDMI ist demgegenüber eine Erweiterung, die auch die Übertragung von Audiodaten gestattet und ist damit die universellere multimediale Schnittstelle. So genügt ein einziges Kabel, um beispielsweise Bild und Ton des Firmenvideos auf dem Display auszugeben. Bei einem HDMI-Display Anschluss sollte man auf die HDCP-Unterstüzung achten, die die Übertragung kopiergeschützter Inhalte gestattet.

Wenn man aber weiß, dass man keine digitale Verbindung benötigt, etwa weil der eigene Rechner dies nicht gestattet, dann lässt sich mit dem Verzicht auf den DVI- oder HDMI-Anschluss Geld sparen. Sparmodelle wie etwa der D22W11 von V7 ohne digitale Schnittstelle erreichen eben dadurch den günstigen Preis, bei ansonsten vergleichbarer Bildqualität.

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